Warum brauchen Sie ein deutsches Bankkonto?
Ohne deutsches Girokonto (Bankkonto) geht in Deutschland fast nichts:
- Gehalt empfangen
- Miete überweisen
- Rundfunkbeitrag, Versicherungen bezahlen
- SEPA-Lastschriften (automatische Abbuchungen)
Basiskonto — Ihr Recht
Seit 2016 hat jede Person mit legalem Aufenthalt in Deutschland das Recht auf ein Basiskonto (§ 31 Zahlungskontengesetz). Banken dürfen Sie nicht ohne triftigen Grund ablehnen.
Was bietet das Basiskonto?
- Überweisungen senden und empfangen
- Daueraufträge und Lastschriften
- Girocard (EC-Karte)
- Online-Banking
- Keine Kreditlinie (kein Dispo)
Benötigte Unterlagen
- Gültiger Ausweis (Reisepass, Aufenthaltstitel, Duldung oder Ankunftsnachweis)
- Meldebescheinigung (Anmeldung beim Bürgeramt)
- Steuerliche Identifikationsnummer (bei manchen Banken)
Optionen
Filialbanken
- Sparkasse, Volksbank, Commerzbank, Deutsche Bank
- Vorteil: persönliche Beratung, Bargeld-Automaten
- Kosten: ca. 3–10 €/Monat
Online-Banken (kostenlos oder günstiger)
- N26, DKB, ING, Comdirect
- Eröffnung per Video-Ident (Smartphone + Ausweis)
- Oft kostenlos (0 €/Monat)
- Einschränkung: Manche akzeptieren nur EU-Ausweise für Video-Ident
SCHUFA und Bonität
Die SCHUFA ist eine Auskunftei, die Ihre Kreditwürdigkeit speichert. Als Neuankömmling haben Sie keinen SCHUFA-Eintrag — das ist kein Problem für ein Basiskonto, kann aber bei Kreditkarten oder Ratenkäufen eine Rolle spielen.
Tipps
- Eröffnen Sie das Konto so früh wie möglich nach der Anmeldung
- Filialbanken sind hilfreicher bei Sprachbarrieren
- Basiskonto beantragen, wenn eine Bank Sie ablehnt — sie muss es gewähren
Stand: März 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.