Ohne ein deutsches Girokonto geht fast nichts: Gehalt, Miete, Rundfunkbeitrag sowie Kindergeld oder Wohngeld laufen über das Konto. Dieser Artikel ist der Eröffnungsprozess; wie du ein Konto auswählst und Gebühren vergleichst — siehe Girokonto.
Basiskonto — dein Recht (§31 ZKG)
Seit 2016 hat jede Person mit legalem Aufenthalt ein Recht auf ein Basiskonto — Zahlungskontengesetz. Die Bank darf dich ohne triftigen Grund nicht ablehnen. Das Basiskonto bietet Überweisungen, Girocard, Online-Banking und Lastschriften, aber keinen Dispo.
Erforderliche Dokumente
- Gültiges Ausweisdokument (Reisepass / Aufenthaltstitel / Duldung / Ankunftsnachweis)
- Meldebescheinigung — mache zuerst die Anmeldung
- Steuer-ID (bei manchen Banken erforderlich)
Wie läuft die Identifizierung?
- VideoIdent — Videogespräch per Smartphone mit Ausweis (Online-Banken, in Minuten)
- PostIdent — Identifizierung in der Postfiliale mit Formular (traditionelle Banken)
Das Konto ist oft in 1–3 Tagen aktiv, die Karte kommt nach 5–7 Tagen per Post.
SCHUFA — als Neuankömmling kein Eintrag
Die Schufa ist eine Bonitätsauskunft. Als Neuankömmling hast du keinen Eintrag — fürs Basiskonto egal, aber Online-Banken sind manchmal wählerisch. Bei Ablehnung gehe zur Sparkasse/Volksbank und verlange ein Basiskonto.
Was tun, wenn die Bank ablehnt
- Stelle einen schriftlichen Antrag auf ein Basiskonto
- Die Bank muss innerhalb der gesetzlichen Frist entscheiden
- Bei rechtswidriger Ablehnung beschwere dich bei der BaFin (Finanzaufsicht)
Tipps
- Eröffne das Konto so schnell wie möglich nach der Anmeldung — ohne IBAN startest du weder Job noch Leistungen
- Traditionelle Banken sind bei Sprachbarrieren oft hilfreicher