Oryantasyon Kursu: Bilgi ve Değer Aktarımı Arasında
Das BAMF hat den Orientierungskurs untersucht – das ist der Kurs, in dem Zugewanderte etwas über Demokratie, deutsche Geschichte und Werte lernen. Die Forschung zeigt: Der Kurs hilft gut dabei, aber Lehrkräfte haben Schwierigkeiten, komplexe Themen verständlich zu erklären und Konflikte im Unterricht richtig zu behandeln. Für Sie ändert sich nichts — kein Handlungsbedarf.
Der Orientierungskurs ist Teil des Integrationskurses und vermittelt Kenntnisse über das politische System, die deutsche Geschichte und demokratische Werte. Das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF-FZ) hat sich die Unterrichtspraxis näher angesehen.Die Vermittlung von Werten und die Entstehung sowie der Umgang mit Konflikten wurden dabei besonders in den Blick genommen. Forschende desBAMF-FZbesuchten den Unterricht und führten Interviews mit Lehrkräften. Ihr Fazit: Der Orientierungskurs hat das Potenzial, eine zentrale Rolle bei der gesellschaftlichen Orientierung und Wertebildung im Integrationsprozess einzunehmen. Während zugleich deutlich wurde, dass dies hohe didaktisch-methodische Ansprüche an Lehrkräfte und Kursteilnehmende stellt. Der Forschungsbericht"Der Orientierungskurs zwischen Wissens- und Wertevermittlung"präsentiert die Ergebnisse und entstand im Projekt "Evaluation der Integrationskurse (EvIk)"."Der Orientierungskurs ist ein wichtiges und in seiner Form einmaliges Bildungsinstrument, um zugewanderte Erwachsene bundesweit flächendeckend erreichen zu können", erläutert Ramona Kay, wissenschaftliche Mitarbeiterin imBAMF-FZ. Der Orientierungskurs hat das Potenzial, das Verständnis für gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu fördern. Komplexe Inhalte und fortbestehende Sprachhürden der Teilnehmenden stellen die Lehrkräfte dabei jedoch vor didaktisch-methodische Herausforderungen."Verständigungs- und Verständnisschwierigkeiten führen mitunter dazu, dass Lehrkräfte im Unterricht teilweise stark verkürzte Erklärungen verwenden. Um demokratische Werte und Prinzipien nachvollziehbar zu vermitteln, sollte eine methodisch vielseitige und inhaltlich diskursive Unterrichtsgestaltung gewährleistet werden", so Eugenie Becker, wissenschaftliche Mitarbeiterin imBAMF-FZ. Die Kurse zeigen, dass die Teilnehmenden die Möglichkeit, bestehende Alltags- und Gesellschaftsfragen gemeinsam zu besprechen, aktiv nutzen. Die vielfältigen Anforderungen des Curriculums für einen facettenreichen Unterricht werden in der Praxis jedoch nur bedingt ausgeschöpft. Ein Grund dafür ist die häufig sehr faktenorientierte Ausrichtung der Kurse, die sich stark am Abschlusstest "Leben in Deutschland (LiD)" orientieren. Die Auswertungen der Studie deuten auf eine allgemeine Tendenz von Lehrkräften und Kursteilnehmenden hin, Konflikte zu vermeiden. Es ist jedoch festzustellen, dass bestimmte Themenfelder, wie beispielsweise Homosexualität, gleichgeschlechtliche Ehe, Antisemitismus und Rassismus, mit kontroversen Äußerungen verbunden sind."Für viele Lehrkräfte ist es eine Herausforderung, polarisierende Diskurse als Teil der Demokratiebildung angemessen einzubeziehen", erläutert Eugenie Becker. Um die Demokratiebildung in den Orientierungskursen ganzheitlicher zu fördern, wäre es sinnvoll, neue Ansätze sowohl in konzeptioneller als auch struktureller Hinsicht zu entwickeln. Zur Wertevermittlung bedarf es einem praxisorientierten Unterrichtskonzepts, das antisemitismus- sowie rassismuskritische Bildungsansätze systematisch miteinbezieht. Fortbildungen für Lehrkräfte im Bereich der Konfliktpädagogik und Diskriminierungssensibilität sind mit Blick auf die Qualitätssicherung ebenso wünschenswert wie auch eine Anpassung der Lehrmaterialien, die nicht nur sprachlich angepasst, sondern auch diskursiv und migrationssensibel umgestaltet werden sollten.
Özet otomatik olarak kamu kurumu sayfasından oluşturulur. Karar vermeden önce asıl duyuruyu kontrol edin. Bu yasal tavsiye değildir.