Was ist Krankengeld
Krankengeld ist eine Leistung der Krankenkasse, wenn du länger krank bist und der Arbeitgeber nicht mehr zahlt. Voraussetzung ist die ärztlich bescheinigte Arbeitsunfähigkeit — heute elektronisch (eAU); Details im Artikel Krankschreibung.
Zeitachse — wer zahlt
| Zeitraum | Wer zahlt | Wie viel |
|---|---|---|
| Woche 1–6 | Arbeitgeber (Entgeltfortzahlung) | 100 % des Gehalts |
| Ab Woche 7 | Krankenkasse (Krankengeld) | 70 % brutto, max. 90 % netto |
Den Anspruch auf 6 Wochen Entgeltfortzahlung gibt das Entgeltfortzahlungsgesetz — du hast ihn, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens 4 Wochen besteht; geregelt im Arbeitsvertrag.
Höhe und Dauer
Krankengeld beträgt 70 % des Bruttoentgelts, aber höchstens 90 % netto. 2026 liegt das Maximum bei rund 135,63 € pro Tag (Grenze durch die Beitragsbemessungsgrenze). Du bekommst es höchstens 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren für dieselbe Krankheit. Vom Betrag gehen reduzierte Sozialversicherungsbeiträge ab.
Worauf du achten musst
Die Kasse zahlt automatisch auf Basis der eAU, doch die Krankschreibung muss lückenlos sein — die Folgebescheinigung musst du spätestens am ersten Werktag nach Ablauf der vorigen holen, sonst reißt der Anspruch ab. Nach 78 Wochen folgt die Aussteuerung: kannst du weiter nicht arbeiten, prüfe die Erwerbsminderungsrente oder das Bürgergeld; wirst du gesund ohne Job — Arbeitslosengeld. Das gesamte Versicherungssystem erklärt die Krankenversicherung.